Dioxinskandal

Ein weiterer Dioxinskandal beherrscht die Medien. Nach Dioxinfunden in Tierfutter und Eiern untersucht nun die Bundesregierung, ob schärfere Regeln für die Produzenten notwendig sind.
Der Skandal betrifft deutsche Hühner-, Puten- und Schweinefarmen bei denen Dioxin-verseuchtes Futter verwendet wurde.
Das Tierfutter wurde durch die Verwendung von technischen Fetten aus der Diesel-Produktion mit Dioxin vergiftet.
Das Gift reichert sich im Körperfett an und steht in dem dringenden Verdacht Krebs zu verursachen. Weitere mögliche Erkrankungen sind beispielsweise Störungen des Immunsystems oder auch schwere Hauterkrankungen.
Dioxin gelangt zu einem hohen Prozentteil durch Nahrung in den Körper, hauptsächlich durch den Verzehr von tierischen Produkten.
Im Zuge des Skandals wurden in Nordrhein-Westfalen vierzehn Höfe geschlossen, in Niedersachsen sind es bislang sogar tausend Bauernhöfe. Außerdem erfolgte eine Notschlachtung von achttausend Hennen. Zehntausende Hühnereier wurden in Nordrhein-Westfalen auf dem Sondermüll entsorgt. Auch ein Schweinezuchtbetrieb in Brandenburg wurde vorsorglich geschlossen.
Nach Angaben des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums sind Bio-Bauernhöfe von dem Skandal nicht betroffen.

Die ABL sieht die Landwirte abermals als „Opfer agrarindustrieller Strukturen in der Futtermittelindustrie“ und fordert in ihrer Pressemitteilung eine klare und wesentlich enger gefasste Positivliste von Rohstoffen, die in Mischfutter Verwendung finden dürfen.